Die Hang-Geschichte

Hang – Klangskulptur von Panart aus Bern

Seit Anfang dieses Jahrtausend fasziniert ein Instrument die Musikwelt, welches die Erbauer eigentlich gar nicht als Instrument, sondern eher als Klangskulptur sehen: Das Hang. Vorgestellt wurde es Anfang des Jahrtausends auf der Frankfurter Musikmesse, und seither fängt es mehr und mehr die Musikwelt.

War es anfangs noch leichter, ein Hang zu kaufen (es gab ausgewählte Musikgeschäfte, in denen man ein Hang in einer bestimmten Stimmung bestellen konnte), so haben es Rohner und Schärer nach und nach weiter vom Markt genommen, der steigenden Nachfrage zum Trotz. Oder vielleicht genau deswegen. Es war nur möglich, sich per Brief oder Fax um „sein“ Hang zu bewerben.

Und wenn man das Glück hatte, zu den Auserwählten zu gehören, war es erforderlich, nach Bern zu reisen, und sich dort sein Hang auszusuchen. Wobei unter vielen Hangspielern, die in Bern waren, die Legende existiert, dass sich das Hang eigentlich seinen Spieler aussucht – und nicht umgekehrt. So, oder so – es ist sicher ein ungewöhnlicher Weg. Vor dem es einerseits den Hut zu ziehen gilt. Denn angesichts der steigenden Nachfrage, und der Tatsache, dass die Nachfragen die tatsächlich hergestellten HangHang um ein vielfaches wohl übertreffen, gehört schon eine aussergewöhnliche Überzeugung dazu, nicht den Mechanismen und Rädern des Marktes zu verfallen.

Anderseits schürt dieser aber natürlich auch oft Enttäuschung. Denn viele erhalten natürlich Absagen, was schon zu verzweifelten Aktionen geführt hat. So wird berichtet, dass in manchen Internetportalen der Preis für ein Hang bei ca. 20.000 Euro gelegen sein soll. Mit einer Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer versuchten die Hangbauer mittlerweile, diesen manchmal scheinbar ins uferlose gedrifteten Spekulationen einen Riegel vorzuschieben.

Offensichtlich wohl mit Erfolg. Auch hinsichtlich der Stimmung des Hang hat sich in den letzten gut 10 Jahren einiges getan. Anfangs konnte man wählen, zwischen verschiedenen, aber festen Stimmungen. Mit dem Sprung zum Integralen Hang gab es nur noch eine Stimmung. Eigentlich. Denn aufgrund der freien Stimmung klingen die HangHang alle doch irgendwie unterschiedlich. Was sie aber alle gemeinsam haben, die Integralen HangHang und auch die HangHang der ersten Generationen, sind die wohligen, angenehmen Klänge, die oft mystisch, eigen, aber immer wohlklingend sind. Genau das ist es auch, was die Zuhörer berichten, wenn sie dieses Instrument zum ersten Mal hören.

Und was die allermeisten Zuhörer auch einfängt, und die Faszination für dieses Instrument schürt. Sei es nun der Vertriebsweg, die Entwicklung, oder aber auch die Klänge des Hang – irgendwie hat jede Eigenschaft dieses Instrumentes, dieser Klangskulptur, eine Besonderheit. Die beiden Hangbauer verstehen das Hang nicht als abgeschlossenes Produkt.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Geschichte des Hang als transkulturelle Entwicklung gesehen werden kann. In diesem Instrument werden die akustischen Besonderheiten verschiedenster Kulturen weltweit vereint. Das Hang ist nicht nur zuhause in den Händen tibetanischer Mönche, afrikanischer  Musiker, westlicher Percussionisten oder indischer Spieler – es verbindet die akustischen Eigenheiten der Kulturen sogar.

Vielleicht kann es deshalb als transkultureller Botschafter verstanden werden, und vielleicht macht es diese – weitere einzigartige  – Eigenschaft zu einem Symbol des 21. Jahrhunderts.

Mittlerweile wird das Hang in der ursprünglichen Form nicht mehr produziert. Es gibt vielmehr mit dem sogenannten Gubal ein neues Instrument, das aus der Forschung der Erfinder und Erbauer der Hangbauer entstanden ist.

Weitere Informationen rund um das Gubal findet ihr auf der Website www.hang.ch, eine detaillierte Geschichte, wie der Weg vom Hang zum Gubal sich gestaltete, findet ihr hier

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