Ganz schön was los derzeit in der Welt – die Schreckensmeldungen wechseln sich in den tagtäglichen Nachrichten ab. Die humanitären Katastrophen sind die beherrschenden Themen des Alltags.

Und ganz ehrlich gesagt, finde ich den Weg auf dem sich diese, unsere Welt derzeit befindet, einen sehr bedenklichen. Man liest und hört nur noch von weiteren Ebola-Opfern oder von immer brutaler und unglaublich grausam vorgehenden Terrormilizen. Von Amokläufen, die wahllos zig Menschen in Tod und Leid stürzen. Und nicht zuletzt von dem viel diskutierten “Flüchtlingsstrom”, der derzeit zu uns schwappt. Gerade dieses Thema wird sicher kein vorübergehendes Problem sein, sondern wird uns in der nächsten Zeit ganz schön beschäftigen. Unser geliebter Humanismus wird sich in der nächsten Zeit beweisen müssen, es wird darauf ankommen und sich hoffentlich eben dieser Humanismus zeigen in der Art und Weise, wie wir mit diesen Menschen umgehen, diese aufnehmen und unterstützen.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist man förmlich auf der Suche nach Ankern, man ist auf der Suche nach Stellen, an denen die Hilferufe ankommen und gehört werden. Der Abschied vom Folksfest hat mir mal wieder so einen Anker gezeigt… Der Song “Mama Lusiya” von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer gehört ohnehin zu meinen Favoriten der beiden. Beim Folksfest hat das ganze aber eine noch viel größere Dimension erhalten. Denn da hat die wunderbare Valerie McCleary genau diesen Song im Original gesungen, und tatsächlich auch komplett in der Sprache Suaheli. “Mama Lusiya” stammt nämlich von der aus Afrika stammenden Musikerin Khadja Nin. Es geht darum, dass viele der Völker in Afrika die Erdenmutter Mama Lusiya anbeten (im Gegensatz zu uns, die wir oft den “Himmelvater” beknien). Der Song erzählt davon, dass Mama Lusiya aber weg ist. Und seitdem geht es mit der Welt bergab, und in dem Lied wird die Erdenmutter angefleht, sie möge doch wieder kommen, und uns helfen, aus den ganzen Katastrophen herauszukommen, und die Welt wieder in eine andere Richtung zu lenken.

Die Folkfest-Version, gesungen von Valli McCleary, begleitet von Werner Schmidbauer und Ecco Meineke, war schlicht und ergreifend unglaublich. Was bei diesem Song an Atmosphäre herrschte, kann ich nicht beschreiben. Es hatte einfach sehr, sehr viel Kraft. Vielen, vielen Dank dafür. Und dafür, dass dieser Moment viel Kraft und auch Hoffnung gab…

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Hier der Song in der Version von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer

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