Der kongeniale Musiker und unglaublich vielseitige Martin Kälberer ist derzeit mit seinem aktuellen Solo-Programm SUONO unterwegs, das ergänzt wird durch die kürzlich erschienenen Inhalte aus der CD “morgenland“.

Ich durfte schon einige dieser LIVE-Konzerte erleben, und ich war und bin immer wieder schwer beeindruckt, was Martin im Rahmen dieser Abende auf die Bühne zaubert.
Für mich persönlich war immer das Highlight das Stück “rast”, welches aus der vielklang-CD von SUONO stammt. Einerseits deshalb, weil es einfach faszinierend ist, wie Martin dieses Stück live immer wieder zusammenbaut, und wie wunderbar er dazu auch seine Stimme als extrem vielseitiges Instrument einsetzt.

Und andererseits aber auch deshalb, warum dieses Stück überhaupt entstanden ist. Martin erklärt es so, dass er in einer Zeit, in der sich die negativen Schlagzeilen und Parolen häuften, auf einer Suche war nach einer kleinen persönlichen Insel. Eine Insel, auf die er sich gedanklich zurückziehen kann, und auf der er seine “Rast” machen kann.

Das ist zwar einerseits ein relativ ernüchtender Umstand, warum so ein Stück entstehen “muss”. Aber anderseits ist es ein recht beruhigender Gedanke, wenn Menschen wie Martin ihr Gabe dazu verwenden, ein solches Stück Musik  aus eben diesen Gründen entstehen zu lassen. Und uns alle daran teilhaben lassen, uns auf genau diese Weise darauf einzulassen.

Da die negativen Schlagzeilen und auch die Parolen (von denen ich glaubte, sie nicht mehr hören zu müssen) nicht weniger und geringer wurden – ganz im Gegenteil – kann ich jeden nur dazu einladen und ermutigen, sich auf diese Musik einzulassen. Denn wenn man dies tut,  dann kann es tatsächlich für ein paar Augenblicke zur “rast” und somit zu einer kleinen Insel der Zuflucht werden.

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