Süden – die CD von Werner Schmidbauer, Martin Süden Schmidbauer Kälberer PollinaKälberer und Pippo Pollina

Dank der schnellen Lieferung von Amazon war die neue CD von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer zusammen mit Pippo Pollina schon einen Tag vor der offiziellen Erscheinung in meinem Briefkasten. Die ersten Konzerte, die Reaktionen entsprechend darauf in den Medien und auf der Website www.suedenmusik.com ließen ja Grosses erwarten.

Die CD läuft seither auch ziemlich regelmäßig rauf und runter, und somit konnte ich für mich schon mal einen ersten Eindruck machen.

Entführt einen die CD “Süden” aber auch tatsächlich in den Süden?

Los geht es mit sehr, sehr ruhigen Nummern. “Passa il tempo”, “Die ganz große Kunst” und “Bruno” leiten den “Süden” sehr ruhig ein. Was sich aber eigentlich durch die ganze Scheibe zieht.

“Bruno” – laut Booklet stammt der Text dazu nicht von den dreien, sondern von Madlaina Pollina, der Tochter von Pippo. Für mich ist das eine der besten Nummern auf dem “Süden”.

Mit “Mia san zua” folgt eigentlich der einzige Song, der etwas “Gas gibt”, fast reggae-mässig anmutet. Ansonsten ist wie erwähnt der Süden sehr geprägt von Balladen und langsameren Songs, die bis auf wenige Ausnahmen alle im Wechsel bayerisch-italienisch gesungen werden. Bei manchen Songs passt es, andere Songs kleidet das meiner Meinung nach nicht so sehr.

Besonders herausragend sind für mich wie bereits erwähnt “Bruno”, “Die ganz grosse Kunst” und “Zusammen-Hang”, ein Instrumentalstück mit Hang, Gitarre und Tamborin.

Ich habe nun schon einige Reaktionen auf die “Süden”-CD gehört. Diese reichen von sehr grosser Begeisterung und Euphorie bis hin zu “klingt irgendwie herausgestampft”.

Entführt einen aber der Süden nun wirklich in den Süden?

Nun, für mich persönlich zusammengefasst: Die anderen Alben von Schmidbauer/ Kälberer “blitzen” mich persönlich wesentlich besser und tiefer als der “Süden”. Das ist es eigentlich auch, was für mich die Musik von Schmidbauer/ Kälberer ausmacht, das tiefe blitzen – Musik und Texte, in denen man sich wiederfindet, und aus denen ich viel herausziehen kann.

Aber – das ist vielleicht auch nicht der Anspruch vom Süden. Werner Schmidbauer beschreibt es im Booklet so: “Auf diesem Album finden sich sechzehn Lieder; die nicht nur uns selbst, sondern, so hoffen wir, auch die Hörer dieses Albums eine Zeitlang in den Süden des Herzens entführen.”

Und dieses Potenzial hat die CD auf jeden Fall. Laue Sommernächte, schöne Abende und besondere Momente noch ein wenig “südlicher” zu machen. Dann kann der Süden auch irgendwo im Bayerischen Wald, oder sonst irgendwo sein.

Helmut Bauer hat in seinem youtube-Profil ein Video veröffentlicht. Er hat zum Song “Die ganz grosse Kunst” sehr berührende Bilder gesammelt, und diese in dem Video zusammengefasst. Das Lied setzt sich mit der Thematik der Flüchtlinge aus der südlichen Halbkugel unseres Planeten auseinander. Es wird die ganz grosse Kunst, mit dieser Problematik in Zukunft umzugehen, und nicht die Augen vor dieser bevorstehenden (oder vielleicht schon ausgebrochenen?) humanitären Katastrophe zu verschließen. “Wir können nur noch wachsen durchs kleiner werden, können reicher werden nur noch durchs geben.” So schauts aus.

Zum Eintrag zu den Süden Konzerten und noch mehr Videos

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