Das “Finale dahoam” von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer rückt näher, und ich hatte es mir ja zum Ziel gesetzt, von Zeit zu Zeit – bis zum Abschlusskonzert in Rosenheim – immer mal wieder Songs der beiden einzustellen.

Lieder, die mich im Laufe der vielen Jahre, in denen mich die Musik der beiden nun begleitet, ganz besonders berührt, beeinflusst, einfach tief drin “geblitzt” haben.

Dazu gehört ganz, ganz sicher auch dieser: “I glaub”, zu hören auf oiweidweida, live und Momentnsammler.

Werner beschreibt darin in einfachen, aber höchst treffenden Worten, an was er den glaubt. Aber auch, an was der nicht glaubt, oder worin er kein Vertrauen hat. Es ist schon beeindruckend, denn in erster Linie wird ja oft mit dem Begriff “Glaube” die Institution Kirche assoziiert. Wenn man aber wie hier im Text von Werner so treffend beschrieben, auch mal in sich geht, und die “Glaubensfrage” stellt – man merkt schnell, dass das in den allerwenigsten Fällen auch tatsächlich mit Kirche zu tun hat.

Einerseits erstmal vielleicht erschreckend, aber andererseits – so erging es mir zumindest – ist es dann auch irgendwo beruhigend, dass die Dinge an die man glauben will, doch näher liegen als gedacht.

Hier der Text zu “I glaub”

“I glaub ned an Macht, i glaub ned an Geld.
I glaub ned an Wirtschaft und Wachstum.
Doch i glaub, was mein Herz mir erzählt, i glaub an Musik, und an di.

I glaub ned ans Prinzip, i glaub ned an Mission.
I glaub ned an Krieg und an Waffen.
Doch i glaub ganz fest: Nix ist verloren. Und dass wir das, was wir wollen, endlich schaffen.

I glaub ned an die Politik von dene Damen und Herren, die uns täglich erzählen wollen, wo’s langgeht.
Sich vor Machtgeilheit selber verzehren, doch die dei Leben und mei Leben nix ogeht.

I glaub ned an die Chefs, i glaub ned ans System.
I glaub ned an Noten und Druck.
Doch für die, die für Freiheit und Menschlichkeit gehen, glaub i ganz fest, gibt es keinen Weg mehr zrück.

I glaub ned an Angst, i glaub ned an Tod,
und dass danoch einfach ois aufhört.
Doch i glaub, dass jeder an Schutzengel hat, und dass das, was wir glauben wirklich wahr wird.”

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