Afrika – ein Kontinent. Vielleicht einer der vielseitigsten Kontinente der Erde, ich weiss es nicht. Für viele ist Afrika auch Synonym für schönen Urlaub, wilde Safaris, Metropolen.

Leider viel zu oft vergessen und übersehen wird dabei, dass dort offensichtlich auch unfassbare Hoffnungsloskeit vorherrscht. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass sich nahezu Tag für Tag hunderte Menschen aufmachen, ihre Heimat, ihr “dahoam” zu verlassen. Einfach weg wollen oder müssen, ohne aber zu wissen, was sie im “neuen” Leben vielleicht erwartet.

Und wie uns gerade die aktuellen Ereignisse vor Lampedusa zeigen, gibt es für diese Menschen eben oft auch kein neues Leben. Viele, viel zu viele lassen ihr Leben auf der Suche. Das Mittelmeer wird zum Massengrab, geistert gerade durch die Medien, die Betroffenheit derzeit ist allerorts groß. Es werden sich über neue Gesetze die Köpfe zerbrochen, die diese unglaublichen Tragödien verhindern bzw. eindämmen sollen. Die verhindern sollen, dass Eltern ihren Kindern beim Ertrinken zusehen müssen. Dass Kinder durch diese Hoffnungsloskeit zu Waisen werden, und ihr Leben ohne ihre Eltern in einem völlig fremden Land beginnen müssen, wenn ihnen dies überhaupt möglich ist.

Sind es tatsächlich neue oder veränderte Gesetze, die hier helfen können? Vielleicht können diese dazu beitragen, ja. Aber in erster Linie ist wohl ein Umdenken gefordert. Ein sich Besinnen, dass es in vielen Teilen der Welt eben nicht so abläuft wie hier zu Lande. Und das manches unseres Wohlstandes auf der Ausbeutung genau dieser Menschen und Länder basiert. Und erst wenn dieses Denken irgendwo verankert ist, dann kann es vielleicht – hoffentlich – besser werden. Solange sich aber daran nichts ändert. werden auch noch so viele neue Gesetze diese unmenschlichen Tragödien wie Lampedusa nicht verhindert können.

Was mich in den letzten Tagen noch zusätzlich regelrecht bestürzt, ist die Tatsache, dass scheinbar sogar in Institutionen Größenwahn Einzug gehalten hat, die eben genau Nachdenken und Solidarität predigen – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschichte des “Protzbischofs” schlägt einfach nur jeglichem Fass den Boden aus.

Wahnsinn eigentlich, wenn man diese Schlagzeilen der letzten Tage gegenüberstellt. Aber irgendwo auch leider, leider sinnbildlich.

Genau diese Umstände hat Werner Schmidbauer in seinem Lied “Die ganz große Kunst” erfasst, und in seiner Art und Weise zum  Ausdruck gebracht. Es wird wahrlich die ganz große Kunst, diese humanitären Katastrophen in Zukunft zu bekämpfen. Die aktuellen Ereignisse sollten uns Anlass genug sein, tiefer darüber zu reflektieren.

Ein sehr rühriger Verein aus meiner Heimatregion, der zeigt wie man helfen kann, ist Spes Viva (Facebook-Seite von Spes Viva). Die Bilder in dem Beitrag stammen von diesem Verein, vielen Dank dafür!

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