Sonnenaufgang auf dem Lusen – einfach magisch.

 

 

W er meinen Blog auch in früheren Zeiten schon mal besucht und gelesen hat, der weiß es. Früher bin ich auch relativ regelmäßig früh morgens auf meinen Hausberg, den Lusen im Nationalpark Bayerischer Wald, gewandert. Es war einfach immer und immer wieder ein absolut faszinierendes Erlebnis, die aufgehenden Sonne dort oben auf dem Berggipfel erleben und spüren zu können.

Leider haben sich diese Sonnenaufgangswanderungen auf den Lusen in den letzten Monaten und Jahren auf ein ziemliches Minimum reduziert. Es ist halt letztlich doch immer auch mit Überwindung verbunden, sich so früh aus dem Bett zu quälen und sich dann auch noch auf den 1.373m hohen Gipfel des Lusen zu begeben. Aber – von Zeit zu Zeit muss es einfach sein. Und vor ein paar Tagen war dann eben genau wieder so eine Zeit…

Ich habe jetzt diesen Beitrag schon einige Zeit vor mich her geschoben, weil ich für dieses fantastische Erlebnis dann auch die richtigen Worte finden wollte. Aber mich dann doch entschlossen, jetzt einfach mal drauf loszuschreiben.

Ein Stück Magie auf dem Lusen erleben

Es war dann letzlich wie so oft bei den Sonnenaufgangswanderungen zuvor. Am Abend zuvor noch die Wettervorhersage gecheckt – alles optimal. Dann früh morgens aufgestanden, der erste Blick aus dem Fenster: Sternenklarer Himmel. Die Vorfreude stieg und ich machte mich auf Richtung Waldhäuser. Und je näher ich diesem wunderbaren Bergdorf kam – desto nebliger und wolkiger wurde es. Aber – auch aufgrund der Erlebnisse vorheriger Touren  – ließ ich mich nicht beirren, und machte mich von Waldhäuser auf Richtung Gipfel.

Durchgeschwitzt und außer Atem angekommen oben auf 1.373m war es leider wie erwartet. Zunächst. Eine Aussicht von nicht mal 10 Metern. Nebel, Wolken. Nebelwolken. Dennoch machte ich es mir auf dem Gipfel so weit es ging gemütlich. Und irgendwie spürte ich, dass es noch anders werden sollte. Zum Zeitpunkt des angesagten Sonnenaufgangs sah man genau: nichts. Außer eben die Wolken.

Die kleine Wandergruppe, die sich ebenfalls auf dem Gipfel befand, machte sich dann auch sichtlich enttäuscht wieder auf den Rückweg. Ich war aber immer noch der Überzeugung: Es wird.

Fühlbar und spürbar.

Und tatsächlich. Nach ein paar Minuten: Das Wetter schwenkte um. Es wurde innerhalb ein paar Augenblicke magisch. Nichts anderes als einfach nur magisch. Die Sonne gewann mehr und mehr an Kraft und läutete den Tag ein. Mit jedem Moment entwickelte die Sonne mehr Energie und auch das war dann wie bei den Touren zuvor: Mit jedem Augenblick spürte ich auch die immer mehr werdende Kraft, die davon ausging. Von einem auf das andere Mal kann ich es nicht glauben. Aber tatsächlich ist es immer wieder so, dass einem die aufgehende und in dem Fall gegen den Nebel und die Wolken kämpfende Sonne mit jedem Strahl Kraft spendet. Und das fühlbar und spürbar. Es ist ein Gefühl, dass ich schwer beschreiben und in Worte fassen kann.

Nichts anderes als einfach nur magisch.

Dies ist einfach zu erleben, man muss es aber eben auch zulassen. Dass solche einmaligen und vergleichliche Momente einem so dermaßen Kraft, Ruhe und Zuversicht spenden können, ist glaube ich nicht selbstverständlich. Aber zumindest für kurze Zeit sind solche Erlebnisse mein Seelenfutter und Kraftort, und ungemein wichtig.

Ich bin froh und dankbar, dass ich diese Momente nicht nur erleben darf, sondern ich auch gelernt habe, aus solchen Erlebnissen Energie und Zuversicht schöpfen zu können.

Bleibt beschützt.

Dane