Waldwildnis rund um den Lusen und Plattenhausenriegel
Es war schon ein ganz schöner „Hatscher“, den ich mir da vor einiger Zeit mal vorgenommen hatte: Eine Wanderung durch die Waldwildnis des Nationalpark Bayerischer Wald, in dem Fall zwischen dem altbekannten Lusen und weniger bekannten Plattenhausenriegel. Auch wenn zweiterer eher weniger bekannt und somit auch wohl weniger begangen wird, so ist er doch sicher […]

von | 11 Sep 2023 | Foto, Natur | 0 Kommentare

Es war schon ein ganz schöner „Hatscher“, den ich mir da vor einiger Zeit mal vorgenommen hatte: Eine Wanderung durch die Waldwildnis des Nationalpark Bayerischer Wald, in dem Fall zwischen dem altbekannten Lusen und weniger bekannten Plattenhausenriegel. Auch wenn zweiterer eher weniger bekannt und somit auch wohl weniger begangen wird, so ist er doch sicher nicht minder schön und erwandernswert.

Nachdem ich tatsächlich länger nicht mehr (für meine Verhältnisse zumindest) in dieser doch wirklich einmaligen Wildnis unterwegs war, war ich diesmal vielleicht sogar ein klein wenig mehr beeindruckt von der Natur, dem Erlebten, dem Werden, dem Vergehen, dem wieder Werden – alles was man in ganz besonderem Maße eben dort erleben und aufsagen kann und darf. Sofern man sich darauf einlassen kann und mag, sind das einfach immer wieder aufs Neue besondere Erlebnisse. Die einem zwar, wie in diesem Fall besonders, während dem Gehen Kraft rauben, auf Sicht allerdings immense Kraft, Gedanken und Motivation geben.

Los ging es diesmal für mich bei der Fredenbrücke. Dem Parkplatz, der an Tagen wie diesen oft ziemlich überlaufen ist, der aber dennoch einen guten Ausgangspunkt für Wandertouren im Lusengebiet bietet. Hinauf zum Lusen ging es über die Martinsklause und Teufelsloch, und dann weiter über die „Himmelsleiter“, die den Namen zurecht trägt. Hier zieht es nämlich die letzten Meter vorm Lusengipfel nochmal richtig an. Und dann – ja es ist beeindruckend. Jedesmal aufs Neue, auch wenn ich schon etliche Dutzend mal oben stand: Das steinerne Blockmeer auf dem Gipfel des Lusens. Beeindruckender ist noch, wenn man alleine oder nur mit wenigen Wanderern droben steht. Aber diese Momenten gehören leider (für mich leider) aufgrund der stark gestiegenden Popularität dieses Berges und des Wanderns generell eher der Seltenheit an. So auch an diesem Tag, wo sich eine regelrechte Schlange rund um das Gipfelkreuz für das obilgatorische Bild am Gipfel bildete, was in gewissem Maße auch recht amüsant anzusehen war.

Zwischen Lusen und Plattenhausenriegel

Ich bin dann ziemlich schnell weiter und hab meine Tour entlang des Grenzsteiges fortgesetzt zum nächsten Ziel, den Plattenhausenriegel. Und schnell wurde der Pfad dann auch einsamer, nur noch vereinzelt gab es Begegnungen entlang dieses Abschnittes. Und auch wenn man gefühlt nur ein paar Meter geht, dabei nur ein paar Momente verstreichen, so wirkt die Natur dann hier gleich anders. Besonders die Blicke auf den Lusen von der anderen Seite lassen diesen markanten Berg anders wirken. Mächtiger, erhabender – einfach etwas anders.

Nach längerer – und aufgrund der leichten, aber stetigen Steigung nicht zu unterschätzenden – Wanderung erreicht man den Plattenhausenriegel. Eine kleine Felsformation etwas abseites des Weges, zu der ein kleiner Pfad führt. Oben auf dem Felsen angekommen – wow! Ein traumhafter Panormablick auf gefühlt den ganzen „Woid“. Solche An- und Ausblicke sind einfach immer wieder ein erhabenes Gefühl, und lassen bei mir oft Wärme, Zuversicht und Zufriedenheit aufsteigen. Hier scheint die Zeit still zu stehen, hier kann man anhalten, ankommen und aufsaugen.

Das obligatorische Gipfelbier durfte natürlich nicht fehlen – und dann ging es weiter Richtung zurück zum Parkplatz Fredenbrücke, auf anderem Wege diesmal. Aber auch dieser Weg eröffnete wiederum schöne Wildnis, schöne Ein- und Ausblicke.

Ziemlich verschwitzt war ich dann froh, den Parkplatz wieder zu erreichen. Und dann war es schnell wieder da: das Gefühl der Zufriedenheit und einfach der inneren Ausgeglicheheit, so wie sich dies oft (glücklicherweise: meist) nach so einer Tour einstellt. Und soweit das Knie es zulässt, hoffe ich, dass im bevorstehenden Herbst noch etliche solche Momente und Gefühle folgen werden. Es sind einfach immer wieder sehr kraftspendende und motivierende Erlebnisse.

Hier noch ein paar Bilder dieser Tour:

 

Ja, und hier noch der Hinweis, falls ihr diese oder ähnliche Touren im Nationalpark gehen wollt: Bitte beachtet und haltet euch das geltende Wegegebot und die entsprechenden Zugangsregelungen.

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