42,5 Millionen Menschen flüchten vor Hunger, Krieg und Tod

“Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen. Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge” 

Auch wenn der Bericht im Zuge der Berichterstattung rund um die EM irgendwie etwas unterging, und auch relativ schnell ins Archiv geschoben wurde, umso mehr hat mich dieser auch schockiert.

Spes Viva - Lebendige HoffnungWie der Überschrift zu entnehmen ist, befinden sich 42,5 Millionen Menschen auf der Flucht.  Menschen, die ihre Heimat verlassen. Aus Angst. Aus Verzweiflung. Aber auch aus Hoffnung, irgendwo ein neues, besseres Leben zu finden. Wie verzweifelt aber muss man sein, seine Heimat zu verlassen? Ich glaube, dass wir uns dies kaum bzw. gar nicht vorstellen können.

In der Berichterstattung wird folgendes als positiv verkauft: “Die Gesamtzahl der Flüchtlinge ist gesunken nach 2010 mit 43,7 Millionen Flüchtlingen. Immerhin 3,2 Millionen Binnenvertriebene konnten 2011 nach Hause zurückkehren – ein erfreulicher Jahrzehnt-Rekord.”  (Quelle ist dieser Artikel)

Sicher, wenn man die nüchternen Zahlen betrachtet, kann man von einer erfreulichen Nachricht sprechen. Aber, nach wie vor sind über 4o Millionen Menschen auf unserem Planeten Erde auf der Flucht. Wahnsinn eigentlich. Wenn man bedenkt, dass ein Großteil dieser humanitären Katastrophe vielleicht auf dem Wohlstand weniger anderer basiert. Man betrache dabei nur das Unesco Bild des Jahres 2011

Bei uns zählt nach wie vor nur das “Schneller, höher, weiter”. Egal mit welchen Mitteln und mit welchen Konsequenzen. Und wenn die Konsequenzen dann irgendwo weit weg auf einem anderen Kontinent  folgen, umso besser…

Vielleicht sollte uns der Weltflüchtlingstag, initiiert von der UNHCR (von dem ich ehrlich gesagt bisher nicht wusste, dass dieser überhaupt existiert) wieder etwas in den Sinn rufen, dass alles sein Pro und Contra hat. Und es vielleicht nicht immer nur darauf ankommt, möglichst schnell möglichst weit und möglichst hoch hinaus zu kommen. Es kommt auch darauf an, menschlich zu sein und zu handeln. Gerade jetzt mehr als jemals zu vor.

Dieses verantwortungsvolle Handeln wird in Zukunft von grosser Bedeutung werden. Wir sind in der Lage, Lösungen bieten zu können. Anstatt weitere Probleme zu verursachen. Das Bekämpfen dieser humanitären Katastrophen darf  nicht vergessen werden.

Dies glaube ich muss sich in unser Bewusstsein einprägen. Man darf dies nicht ausser Acht lassen.

Ein Zitat dazu habe ich gerade gelesen: “Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen. Es gibt zu wenig Menschen, sagen die Flüchtlinge”. Treffend und berührend gleichermaßen.

Mein Spezl Stephan Hörhammer, sehr engagiert beim Projekt und Verein Spes Viva, hat im Spes Viva - Stephan HörhammerZuge der Aktivitäten von Spes Viva ein Video erstellt, welches sich genau mit dieser Thematik beschäftigt. Die Musik dazu stammt von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer und deren Song “Nach Gulu”:

 

 

[FMP width=”640″ height=”360″]https://daniel-eder.de/wp-content/uploads/2012/09/NohGuluSpesViva.mp4[/FMP]

Ausserdem möchte ich diese Video noch hier einbauen. Auch hierzu stammt die Musik von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer, das Lied heisst “Die ganz grosse Kunst”. Es setzt sich genau mit der Flüchtlingsproblematik auseinander. Die Bilder zur Musik hat Helmut Bauer zusammengesucht und zusammengefasst. Sehr beeindruckend:

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