Nun, es ist schon wieder ein paar Tage her: Das lang angekündigte und – obwohl es das vorerst letzte gemeinsame Konzert der beiden war – doch auch lang erwartete Konzert von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer. Das große Finale dahoam in Rosenheim.

Es war angerichtet, im Rahmen des Rosenheimer Sommerfestes zwei Tage lang zu feiern. Und es sollten zwei rauschende Feste werden – mit wunderbaren musikalischen Gästen. Ein würdiger Abschluss einer – wie schon oft beschrieben – bemerkenswerten musikalischen Zusammenarbeit.

Rechtzeitig zu Beginn des ersten Abends setzte dann auch sogleich der Regen ein, und man konnte vereinzelt Stimmen aus dem Publikum vernehmen, die da sagten: “Sogar der Himmel weint, weil die beiden jetzt aufhören.” Nun ja, das ist vielleicht dann doch etwas hoch gehängt. Der Stimmung in jedem Fall tat der Regen keinen Abbruch, im Gegenteil. Vom ersten Moment an herrschte eine ganz positive und angenehme Atmosphäre im Mangfallpark, und gleich von Beginn wurde jeder Song richtig gefeiert.

Werner Schmidbauer und Martin Kälberer hatten im Vorfeld ja angekündigt, dass sie ein paar musikalische Freunde nach Rosenheim eingeladen haben. Und die Gästeliste könnten sich sehen lassen. So waren am Freitag mit auf der Bühne Sebastian Horn, Pippo Pollina, Stefan Dettl, Ecco Meineke, Dorino Goldbrunner und Alex Klier. Und man merkte bei jedem Song, den die Gastmusiker unterstützen, dass es mehr als “nur” musikalische Freunde sind. Auch auf der Bühne war die positive Atmosphäre zu spüren.

Und so hatte dann auch das Wetter ein Einsehen, und es wurde im Laufe des Abends immer trockener.

Werner und Martin gaben zusammen mit den Gästen einen Einblick in ihr Repertoire, angefangen von den Bandzeiten mit “SchmidbauerS” über die “zuzwoatalloa”-Zeit bis hin zu Projekten wie dem viel umjubelten SÜDEN. Und es wurde dann auch an diesem Abend wieder deutlich, was die beiden im Laufe der Jahrzehnte (ja, Jahrzehnte…) alles bewegt und geschaffen haben. Jeder Song war wie eine kleine Reise zurück, und jeder Song hatte für mich Erinnerung bereit.

Werner Schmidbauer und Sebastian Horn Finale dahoam

Der Samstag gestaltete sich wettermäßig anders, denn an dem Tag herrschte bis kurz nach dem Konzert bestes Festivalwetter. Und zusätzlich zu den Freitags-Gästen gesellte sich dann noch die wunderbare Claudia Koreck. Und dann später noch ein für mich ganz, ganz besonderer Gast: Valerie McCleary!

Ois is guat” – der letzte Song der letzten CD “Wo bleibt die Musik?” eröffnete auch diesen zweiten Abend, und schnell nach den ersten angespielten Akkorden wurde klar, dass auch dieser Abend von den tausenden Besuchern zusammen mit den Künstlern regelrecht zelebriert werden würde.

“Herobn”, “Glück g’habt”, “Lass uns feiern”, “Die ganz große Kunst”, “Strandlied” und und und…. keiner der Schmidbauer&Kälberer-Klassiker durfte fehlen. Und die musikalischen Gäste ergänzten diese Song jeweils ganz wunderbar.

Ich habe nach den beiden Konzerten mit vielen Zuschauern gesprochen. Für viele war das absolute Highlight “Mandela” – der Song für den großen Freiheitskämpfer Nelson Mandela. Zugegeben, dieser Song zusammen mit allen Musikern gespielt und gesungen, und mit den vielen tausend Besuchern, hatte schon eine ganz besondere Wucht.

Für mich persönlich waren die Highlights aber dann doch tatsächlich die Zugaben, bei denen Werner und Martin dann “zuzwoatalloa” auf der Bühne standen. Das waren für mich die echten Gänsehautmomente der beiden Konzerte im Rahmen des Finale dahoam. Es hat mich dann – obwohl es natürlich ein großer Rahmen war – zurückversetzt in die Anfangszeiten, in denen ich die Musik der beiden entdecken und begleiten durfte. Die Zeit, in der mir die Musik von Werner und Martin so wichtig wurde, und die mir persönlich so viel mehr gibt als das große Projekt wie der Süden. Und das nach wie vor.

Es waren zwei sehr emotionale Abende, die – wie eingangs erwähnt – einen würden (vorläufigen) Abschluss hinter die gemeinsame musikalische Zeit von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer gesetzt haben. Ich persönlich bin dankbar für die vielen wunderbaren Momente, die ich dank der Musik der beiden erleben durfte. Und dankbar dafür, diese Musik für mich entdeckt zu haben, die mir schon so unzählige Male Hilfe und Seelenstütze war. Und das sicherlich auch immer weiter sein wird, unabhängig davon, ob und wann es wieder eine “Reunion” von Schmidbauer&Kälberer geben wird.

Bleibts gesund, bleibts beschützt und passt aufeinander auf.

Was mir von dem Abend noch in Erinnerung bleiben wird, ist ein Satz meines Onkels Lui, der wie ich finde das Finale dahoam recht gut zusammenfasst: “So viele gute und positiv gestimmte Menschen auf einen Haufen zu versammeln, das schaffen nicht viele. Werner und Martin haben es geschafft.”

Für mich gibt es an der Stelle nichts weiter zu sagen, außer “DANKE” aus dem tiefstem Süden meines Herzens, und treffender als es Werner nach dem letzten Song ausgedrückt hat, kann man es ohnehin nicht sagen: “Bleibts gesund, bleibts beschützt und passt aufeinander auf.” Das wünsche ich Werner und Martin.

Kwaheri. Asante.

Schmidbauer & Kälberer – I bleib steh

 

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